Laut Vertrag mit Roth Massivhaus sind wir für die Koordination der Hausanschlüsse wie Wasser, Strom und Telefon verantwortlich. Hierzu wurde uns im Bauzeitplan, der ja auch nur zur groben Orientierung dient, ein Zeitfenster von einer Woche eingeräumt.
Die Erdarbeiten für den Stromanschluss haben wir bereits beim Netzbetreiber beim Antrag des Stromanschlusses „mitgekauft“. Die Telekom hat glücklicherweise das selbe Unternehmen für die Arbeiten ausgewählt, sodass wir hier schon mal zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen konnten. Wäre doch gelacht, wenn das mit dem Wasser nicht auch noch klappt.
Also im Voraus geklärt, dass Wasser auch gleich mit verlegt wird. Wir hofften natürlich, dass der Aufpreis sich für das ca. 40 cm tiefere Graben in Grenzen hält. Da irrten wir uns. Stolze 1.200 Euro werden hierfür zusätzlich für Firma Wähler fällig. Aber immerhin aus einer Hand und dann alles an einem Tag in einem Zug verlegt.
Ebenso haben wir uns über die Leitungswege Gedanken gemacht, da wir natürlich auf dem kürzesten Weg zur Grundstücksgrenze, aber weit genug von der Garage weg sein wollten, damit hier die Versorgungsleitungen nicht überbaut werden. Die Planung sah wie folgt aus:

Zur Sicherheit haben wir in der Vorwoche nochmal nachgefragt, ob alle Unterlagen vollständig seien und die Leitungsführung akzeptiert sein. Alles wurde bestätigt und der Ausführung stand nichts im Wege.

Montag, 11. Juni 2018, war es dann soweit. Der Bauherr hatte Urlaub und war entsprechend vor Ort. Kurz nach 8 Uhr hatten die Jungs von Firma Wähler bereit 6 Meter Graben ausgehoben. Nur leider nicht da, wo sie es sollten – nämlich nur einem Meter vom Haus weg. Die Garage soll später auch mit einem Meter Versatz zum Haus erstellt werden. Also erstmal die Arbeiten unterbrochen und nachgefragt. „Das mit der Garage wird schon passen, wir legen die Leitungen einfach an den Rand den Grabens und dann passt das!“.  Somit wären dann die Versorgungsleitungen nur ca. 5-10 cm neben den Fundamenten der Garage.
Nach Rücksprache mit der Bauherrin, wollten wir dies nicht riskieren und hinnehmen. Also beim zuständigen Polier angerufen und nachgefragt. Dem war die Garage völlig neu und zur Baubesprechung war ich ja auch keiner da (Ok, der Bauherr war verkehrsbedingt erst 08:10 Uhr vor Ort, da es hieß, ca. 8 Uhr wird losgelegt. Wie er jedoch die Garage übersehen konnte, ist uns völlig fraglich).
Nach kurzer Diskussion wurde jedoch eingelenkt. Der Polier veranlasste den Graben wieder zuzuschütten zu lassen und den Neuen weiter weg vom Haus auszuheben. Die Begeisterung der Arbeiter hielt sich entsprechend in Grenzen. Die restlichen Arbeiten verliefen zum Glück nach Plan.

In der Nähe der Mehrspartenhauseinführung (MSHE) ist eines der vier Abwasser (von der Wärmepumpe). Damit es später keine Probleme mit der Verlegung des Abwassers gibt, handelte der Bauherr spontan und schaufelte den Anschluss frei. Nach einem kurzen Besuch bei Obi zum Kauf von Bögen und KG-Rohr verlegte er die ersten paar Meter Rohr, damit es später keine Probleme beim Kreuzen der Versorgungsleitungen gibt. Schließlich kann man mit dem Abwasser nicht mal eben um die Rohre herum. Ergebnis der Aktion: Wasser verläuft nun unter dem Schmutzwasser und Telekom und Strom darüber. Es bestätigt sich wieder mal, dass es gut ist, wenn man vor Ort ist.

Oberwitz der EWE: Es wird ein Leerohr für einen möglichen Glasfaseranschluss mitverlegt. Clever! Mitgedacht und gleich umgesetzt. Dass dieses jedoch vor dem MSHE endet und nicht eingeführt wird, erscheint uns ziemlich fragwürdig. Somit müsste am Ende nochmal an der Stelle ausgeschachtet werden. Ein Graus, wenn wir dann schon mit Wegen und Gartengestaltung durch sind. Hier Fragen wir nochmal konkret nach, warum die Sache nicht zu Ende gedacht ist.

UPDATE 20.06.2018
Firma Wähler hat die „Nicht-Einführung“ damit begründet, dass wir bauseits nicht den richtigen Abdichtstutzen gestellt haben. Somit könnte sonst Wasser ins Haus kommen.
Die EWE meint, dass dieses Vorgehen Standard ist und überall so gemacht wird. Falls dann in 2-3 Jahren Glasfaser kommt, wird es für einen Pauschalbetrag von ca. 400 Euro wieder aufgerissen und ordentlich eingeführt. Nur doof, wenn wir bis dahin Wege angelegt haben und bepflanzt haben.
Da wir beim Abwasser Verlegen eh noch mal dort buddeln, werden wir das Rohr ggf. selbst einführen und abdichten. Somit haben wir da dann hoffentlich Ruhe.