Hurra, der Klinker-Mensch ist da! Und so schnell wie er da war, so schnell war er auch wieder weg. Diese Woche wurden endlich die ersten Klinker an der Hausfassade gemauert. Leider erst viel später als gedacht. Da es Lieferschwierigkeiten mit unserem Wunsch-Klinker gab, (oder vielleicht auch, weil dieser erst vor zwei Wochen bestellt wurde, obwohl er doch seit November 2017 reserviert sein soll) lag der Startschuss für die Klinkerarbeiten leider sechs Wochen später als geplant. Umso erfreuter waren wir über die ersten sichtbaren Reihen. Am Montag schaffte der Maurer (wieder eine One-Man-Show) gerade mal die Vorarbeiten, wie das Freilegen der Fundamente und Verteilen der Klinker um das Haus. Probleme ließen jedoch nicht auf sich warten: An der Ostseite sind die Fundamente zu schmal bzw. sind die Streifenfundamente zu weit unter der Bodenplatte. Ein Auflager für die Klinker fehlt. Hier müssen der Bauleiter und der Rohbauer entscheiden, ob zum Beispiel Stahlplatten verankert werden, welche dann etwas auskragen oder ob das Fundament einfach mit Beton aufgedickt werden soll. Hier sind wir gespannt auf die Lösung.
Nächste Schwierigkeit: Das Gerüst. Es steht im Bereich des Erkers vor der Haustür zu nah an der Wand. Hier mussten wir wieder über den Bauleiter mit der Gerüstfirma kommunizieren, damit umgerüstet wird. Dies soll im Zusammenhang mit dem Abrüsten im Bereich des HWRs erfolgen. Dort soll am kommenden Montag die Hauseinführung der Anschlüsse für Wasser, Strom und Telekom vorgenommen werden. Also war beim Thema Gerüst sowieso Handlungsbedarf. In der Woche schaffte der Maurer dann einen Teil der West- und Südseite sowie zwei Reihen Richtung Haustür an der Nordseite. Leider ging Ihm am Donnerstag der Kies aus, welcher erst eine Woche später nachgeliefert werden soll. Also wurde er für den Freitag zu einer anderen Baustelle beordert.

Während der Woche sind wir weiterhin viel am kommunizieren und koordinieren. Für die Hauseinführung musste noch die Trasse von den übrig gebliebenen U-Schalen des Rohbauers und das Silo vom Putzer geräumt werden. Leider wurde wirklich nur im Bereich des HWRs abgebaut und nicht vor dem Erker der Eingangstür. Sehr zum Ärger des Maurers, welcher in diesem Bereich immer noch nicht anfangen konnte. Im Zuge der „Aufräumarbeiten“ gab es auch noch eine Nachlieferung des Klinkers, welche gleich um das ganze Haus verteilt wurde. Die restlichen im Weg liegenden Hölzer und Steine haben wir am Wochenende selbst umräumen müssen. Auch hier mussten wir wieder aktiv werden, obwohl es nicht unsere Aufgabe ist.

Da unser Kaminofen Spartherm Passo XS eine externe Zuluft benötigt, haben wir die Zuluft vor dem Estrich verlegt. Vorteil hierbei: Am Ende kommt die Luft „unsichtbar“ über den Fußboden von unten in den Kaminofen, sodass man nur das Abluftrohr des Ofens an der Wand hat. Kein zusätzlicher sichtbarer Anschluss. Die Teile hierfür haben wir online auf ofenseite.com bestellt. Natürlich nach Rücksprache mit dem Kaminofen-Verkäufer. Dieser hat uns noch empfohlen, den Zuluft-Kanal zu dämmen, damit sich später kein Kodenswasser absetzt. Zur Befestigung kam wir unser Bosch Bohrhammer zum Einsatz 🙂

Am Wochenende waren wir im HWR fleißig. An den Stellen wo die Wasserleitungen, Kabelschächte für die Elektrogeräte und weitere Leitungen an Wand und Decke befestigt werden sollten, hat die Bauherrin einen weißen Grundanstrich vorgenommen, da es hier später unmöglich sein wird zu streichen. Der Maler wird bestimmt noch genug Arbeit mit dem HWR haben. Da uns der Leitungsplan der Lüftung vorlag, konnten wir nach Plan die Deckenbereiche erfassen, welche später durch Verteiler der Lüftungsanlagen verdeckt werden. Minimalismus pur beim Streichen also. Als Farbe haben wir Polarweiss vom Obi geholt.

In der Zwischenzeit hat der Bauherr in sorgfältiger Fleißarbeit die überputzten Dosen der Elektroinstallation aufgepickert. Bewaffnet mit Hammer und Spachtel wurden die Dosen gesucht und auch gefunden. Teilweise war der Putz bis zu 3 cm stark. Zum Glück haben wir die Elektoinstallationen gut dokumentiert. Schon verrückt, dass gemauert wird, dort wieder Schlitze und Löcher für Dosen gesenkt werden, anschließend verputzt wird, um am Ende wieder einige Stelle im Putz „kaputt“ zu machen. Erstaunt waren wir über den Putz, der schon recht trocken aussah – zumindest von außen. Innerlich ist der Putz doch noch recht feucht im Erdgeschoss gewesen. Im Obergeschoss war dieser schon etwas trockener, vermutlich wegen der aufsteigende Wärme, wenn sich das Haus durch die Sonne aufheizt. Durch das ständige Lüften bei dreißig Grad haben wir hier dem Trocknungs-Prozess bestimmt unterstützt.