Mit einem kleinen Funken Hoffnung, dass bis zum Ende dieser Woche die Maurerarbeiten beendet und der Klinker verfugt ist, begann die entscheidende Woche.Schon am Montag Abend stellte sich ein enttäuschendes Bauchgefühl ein, dass der Klinker nicht bis Freitag fertig gestellt werden kann. Es wurde Unterstützung für den Einzelkämpfer zugesagt, jedoch war lediglich ein Handlanger zusätzlich vor Ort. Das Ergebnis am Ende des Tages: ganze 5 Läuferschichten und sage und schreibe 2 Rollschichten. Dienstag das gleiche Schauspiel. Eine fertige Fassade bis Freitag? – sehr unwahrscheinlich…

Frustriert, enttäuscht und wütend haben wir erneut versucht in Berlin Kontakt mit dem Oberbauleiter aufzunehmen. Leider vergeblich, da dieser diese Woche nicht im Hause ist. Eine Vertretung gibt es auch nicht. Wir wurden zwar beruhigt und uns wurde auch gut zugeredet. Man verstehe uns und die Situation, aber kann leider nichts machen. Auch unser Bauleiter vor Ort sieht das Wochenziel als nicht erreichbar, wenn der Rohbauer keine weiteren Arbeiter sendet. Hier scheinen alle auf die gleiche Art und Weise an leere Versprechungen zu glauben. Das Ergebnis ist ernüchternd. Selbst die Geschäftsführung von Roth Massivhaus war nicht für uns erreichbar. Dies nahmen wir als Anlass per Mail unserer Enttäuschung Gehör zu verschaffen. Wir sind gespannt, ob hier mit einer Reaktion kommt.

In diesem Moment ist es nicht mal tröstend, dass der Estrich mit dem Zusatzmittel laut Bauleiter „sehr gut“ aussieht, sodass wir angeblich keine Bedenken haben müssen, dass der Fliesenleger in zwei Wochen mit seiner Arbeit in den Bädern, HWR und Diele beginnen kann. Hier werden wohl zuerst die Wandfliesen verlegt, wodurch der Estrich noch ein wenig Aufschub zum trocknen bekommt.

Schleierhaft ist uns, wie vorher noch ein dreitägiges Aufheizprogramm durchgeführt werden soll. So ohne Heizung und ohne Zeit… Nach Aussage des Bauleiters: passt das schon… Wobei wir auch die 3 Tage Aufheizung mit großer Skepsis genießen.

Die Firma, welche die Innentreppe liefert wusste zwar durch die angefordertenTreppenzeichnungen (für die Platzierung der Lampenauslässe im Bereich der Treppe) und dem bestellten Musterstück von der Stufe von unserem Bauvorhaben, war bis zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht von Roth Massivhaus beauftragt worden. Es fehlen die Architekturpläne, sowie eine Information, dass das Aufmaß vor Ort genommen werden kann. Interessant, was man so erfährt, wenn man proaktiv nachfragt… Auch hier haben wir hoffentlich eine kleine Katastrophe verhindert, da auch die Treppenfirma 4 Wochen Vorlaufzeit hat.

Zum Thema Türen hat uns der Bauleiter soweit informiert, dass diese bestellt seien, aber erst nach Abschluss der Malerarbeiten geliefert und montiert werden. Damit müsse man diese nicht unnötig abkleben (wodurch Mehrkosten vermieden werden). In diesem Falle wurde aktiv mitgedacht, was wir sehr begrüßen. Allerdings bleiben wir skeptisch, was die Umsetzung angeht, da wir mittlerweile genug negative Erfahrungen mit Zusagen und Versprechungen gemacht haben.

Neuer, vertröstender Stand dieser Woche:

  • oh Wunder: die Klinker-Arbeiten sollen bis Anfang nächster Woche beendet sein
  • anschließend soll direkt die Verfugung erfolgen
  • in der darauffolgenden Woche kann der Dachüberstand verkleidet werden (ob der Dachdecker schon von seinem Glück weiß?!)
  • irgendwann soll dann auch mal abgerüstet werden
  • zur Not muss das Gerüst im Bereich wo das Fundament er Außeneinheit für die Heizung betoniert werden soll abgebaut werden, damit zeitnah die Heizung angeschlossen werden kann
  • in der Zwischenzeit werden weitere Sanitärarbeiten geleistet
  • der Putzer soll zeitnah (genauer Zeitpunkt bis Dato unbekannt) die Restarbeiten wie: anputzen der Nebeneingangstür, offene Stellen im Treppenhaus, Lücken auf den OG Innenwänden schließen, offene Schächte der Lüftungsanlage schließen, usw. -> hier ist wichtig, dass genug Zeit zum Trocknen des Putzes eingeplant wird, bevor der Maler in drei Wochen beginnt

Ernüchterndes Ergebnis Ende der Woche: Der Klinker ist natürlich nicht fertig. Die Enttäuschung groß. Jedoch mittlerweile keine Überraschung mehr.
Ebenso fordern wir seit 3 Wochen, dass die übrigen Gerüst-Teile vom Grundstück des Nachbarns entfernt werden. Da nächste Woche das Haus der Nachbarn aufgestellt wird, muss deren Grundstück natürlich frei sein. Auch hier wurde nichts unternommen, sodass der Bauherr dies selbst erledigte.