In der vergangenen Woche machte uns unser Bauleiter darauf aufmerksam, dass es langsam an der Zeit wäre, Kontakt zum Fliesenleger aufzunehmen. Hintergrund sei, dass demnächst ein Teil vom HWR gefliest werden soll, damit die Luft-Wasser-Wärmepumpe aufgestellt werden kann. Später ist das Fliesen unter dem Gerät nicht mehr möglich. Zusätzlich gab unser Bauleiter uns noch den Rat, dass wir möglichst eine Fliese aussuchen sollten, welche beim Händler auf Lager sei, damit wir weiterhin im Zeitplan bleiben und nicht durch Lieferzeiten ins Hintertreffen geraten.

Also haben wir bei dem uns zugeteilten Fliesenleger angerufen und uns nach dem weiteren Vorgehen erkundigt. Dieser hat uns zur Bemusterung der Fliesen an das Fliesen-Zentrum Deutschland verwiesen. Wir sollten uns dort die Fliesen aussuchen und er würde von den Mitarbeitern dort, alle Informationen erhalten. Danach könnten wir mit Ihm einen Besichtigungstermin vor Ort ausmachen. Wir haben uns auf Rat einer anderen Roth-Bauherren-Familie nach der „Aufpreisliste“ vom Fliesenleger erkundigt, damit wir uns eine bessere Vorstellung von den Zusatzkosten machen können. Im Anschluss haben wir also direkt im Fliesen-Zentrum angerufen und nachgefragt, ob ein Termin unbedingt von Nöten sei. Natürlich brauchten wir einen Termin wurde uns erklärt… und natürlich war erst nächste Woche etwas frei…

Nichts desto trotz, kann man ja mal „schauen“ fahren, haben wir uns gedacht… und wenn man schon mal da ist, kann man ja auch gleich mal ganz scheinheilig nach einer Beratung fragen… schließlich brauchen wir ja „akut“ erst mal nur eine Fliese für den HWR. Die restlichen Räume, welche laut unserem Bauvertrag mit Fliesen ausgestattet werden sollen (Küche, Bad EG, Bad OG und Diele) haben es noch nicht so eilig. Was für ein Glück, dass spontan doch eine Mitarbeiterin Zeit hatte 😉 Die Dame ist mit uns zuerst die Grundrisse (welche wir seit einigen Wochen immer dabei haben) durchgegangen und hat sich die Flächen notiert, um uns später ein Angebot schreiben zu können. Zusätzlich hat Sie uns darüber aufgeklärt, was die Preise bedeuten. Laut Bauvertrag sind für die Räume ein Fliesenformat von 35 x 35 cm und einem m²-Preis von 30€ brutto inkludiert. Über dieses „altbackene“ Format möchten wir uns hier gar nicht weiter äußern. Geschmäcker sind ja verschieden, wie auch wir zeitnah feststellen mussten. Die Differenz zu den Fliesen, welche wir uns aussuchen würden, haben also wir zu tragen. Dazu kommen dann noch die Aufpreise aus der Liste vom Fliesenleger. Wir sind da schon fast vom Glauben abgefallen als uns die Dame die Preise für die Differenz zu den im Standard-Fliesen plus die Aufpreise für größere Fliesen-Formate, für die Verlegeart im Verband, für die Fliese in Holzoptik und die dazugehörige Fugenfarbe zusammenrechnete. Das war nicht gerade wenig… Um uns von dem ersten Schock zu erholen, haben wir versucht, uns erst mal um das „muss“ zu kümmern – die HWR-Fliesen. Hier schwebte uns etwas ehr dunkles, vielleicht anthrazit-farbiges vor, was möglichst robust und pflegeleicht ist. Die passende Fliese dazu haben wir relativ schnell gefunden.

Leicht motiviert haben wir uns dann um die Holzfliese, welche wir zusätzlich zur Küche auch im Ess- und Wohnbereich, sowie im Arbeitszimmer verlegt haben möchten, gekümmert. Da der Küchen-, Ess- und Wohnbereich einen großen Raum bilden, soll dieser einen durchgehenden Bodenbelag erhalten. Bei befreundeten Bauherren haben wir uns in die Villeroy und Boch Fliese „Lodge“ in der Farbe „greige“ verguckt. Diese liegt allerdings deutlich über dem angesetzten Budget. Somit musste eine preisgünstigere Alternative her. Auch für das EG-Bad sowie für die Diele konnten wir uns schnell auf eine 60 x 60 cm große Fliese in einem hellem grau Ton mit leichter Struktur einigen. Da wir unser Musterstück von der Holztreppe dabei hatten, war die Abstimmung auf den Ebenholz-Farbton leicht zu finden. Als es dann zum OG-Bad über ging, mussten wir leider einen Bemusterungs-Stop einlegen. Ladenschluss stand an und wir waren uns noch sehr uneinig, ob das Bad in einem hellen Creme-Ton oder in einem kühlen Anthrazit gefliest werden sollte. Also lieber noch mal eine Nacht drüber schlafen…

Am darauffolgenden Samstag sind wir noch mal in der Frühe zum Fliesen-Zentrum gefahren, um uns über die OG-Bad Fliesen klar zu werden und uns die bis dato ausgesuchten Fliesen noch mal in Ruhe anzusehen und letzte Zweifel zu beseitigen. Die kamen bei der dunklen HWR-Fliese auf. Zu dunkel für den Raum in dem nur ein Fenster ist und sehr viel Technik steht. Also haben wir uns hier im Handumdrehen für eine helle, sandfarbige Fliese entschieden. Alle anderen Entscheidungen haben die Nacht überstanden, so dass wir uns mit dem nächsten Berater um das OG-Bad kümmern konnten. Als Kompromiss haben wir uns auf eine blau/graue Fliese mit leichten Rost-Anteilen geeinigt. Die passenden Fugenfarben, sowie die Eckschienen haben wir ebenso ins Angebot aufnehmen können. Alle Unterlagen wurden noch am selben Tag dem Fliesenleger zur Verfügung gestellt, welcher uns zeitnah ein Angebot geschickt hat. Wie es mit den Fliesen weiter geht und ob wir uns mit dem Fliesenleger über seine Ausführungsvorschläge und Preise einigen konnten, erfahrt Ihr in einem weiteren Blogbeitrag. Ebenso gibt es dann auch ein paar mehr Bilder.

 

Bildqelle: pro.villeroy-boch.com