Letzte Woche wurden die Sanitärobjekte wie Badewanne, Toilette, Amaturen etc. bemustert und am vergangenen Mittwoch schon auf der Baustelle verortet. Dafür war die Bauherrin mit den Jungs der ausführenden Firma verabredet und hat in einem 1,5 stündigen Termin alle Sanitär betreffenden Anlagen besprochen.

Begonnen wurde mit dem Außenwasserhahn. Nachdem die Lage außen feststand, wurde darauf hingewiesen, dass die Leitung mit dem naheliegenden Anschluss der Küchenspüle zusammen hängt. Die Leitung wird hier „durchgezogen“. Dadurch wird verhindert, dass das Wasser in der Leitung zum Außenwasserhahn nicht lange steht. Somit ist die Gefahr, dass sich Legionellen u.ä. bilden/ablagern nicht gegeben. Der Wasserhahn wird außen leicht schräg eingebaut, sodass nach dem Abdrehen des Hahnes das restliche Wasser auslaufen kann. Dadurch soll verhindert werden, dass im Winter kein gefrierendes Wasser im Hahn steht und dieser nicht aufplatzt.

Durch die vorhandenen Küchenpläne wusste der Monteur direkt bescheid, was er für das Spülbecken und die Spülmaschine zu tun hat.

Im HWR wurde die Lage für Wärmepumpe, Lüftung und Heizkreisverteiler besprochen. Auf Besonderheiten und eingeplante Schränke hat die Bauherrin hier aufmerksam gemacht. Ebenso wurde der Anschluss für die Waschmaschine und das zusätzliche Waschbecken verortet. Für das Waschbecken musste entschieden werden, ob der Wasserhahn später an der Wand, oder auf einer Oberfläche/Arbeitsfläche montiert werden soll. Wir haben uns für die zweite Variante entschieden, da wir später eine Arbeitsplatte einplanen, in der das Waschbecken eingelassen werden soll.

Im Gästebad ging es weiter. Die Duschtasse passte in die vorgesehene Nische. Interessant wurde es dann mit der Lage der Armatur, sowie der Brausestange, die später in einer Trockenbauwand montiert werden. Hier konnte man sich allerdings schon einige Gedanken machen, ob die Armatur links oder rechts von der Stange liegen soll, oder wie groß und wo das Shampoo-Fach sein könnte. Im Anschluss waren die Lage und Höhe der Toilette und Waschbecken ein Kinderspiel.

Das OG-Bad entpuppte sich durch seine Größe und die damit zusammenhängenden Möglichkeiten als Endgegner. Der Start mit der Lage der Waschbecken gelang noch recht gut. Hier hatten wir uns schon zur Zeit der Steckdosenplanung Gedanken gemacht. Die zwei Waschbecken sollen vor eine Vormauerung im passenden Abstand zu den Steckdosen und den später hinzukommenden Spiegelschränken hängen. Rechts ist noch der Abstand für den Wäschewurf zu berücksichtigen. Soweit so gut, Symmetrie vorhanden, Bauherrin glücklich. Als nächstes ging es um die Dusche. Auch hier war die Lage schon eingeplant. Wo später die Armatur und die Duschstange sein soll, können wir uns später noch überlegen, da diese wieder in eine noch nicht vorhandenen Trockenbauwand sollen. Mit der Lage der Badewanne wurde es dann auf einmal sehr schwer. Die Wandseite, die wir uns vorerst überlegt hatten, hat den Nachteil, dass wir eine Engstelle zwischen Wanne und Dusche hätten. Alternativ war die Idee, die Wanne zu drehen. Diese Variante hätte zum Nachteil, dass man einen Versatz vor der Wand hätte, hinter dem die Unterputzamatur installiert werden muss. Beide Varianten gefielen dem Bauherr oder der Bauherrin nicht und der Monteur schlug eine „Verhandlungspause“ vor. Wir hatten also eine Nacht Zeit, die Lage der Wanne noch mal zu überdenken. Zuletzt wurde noch die Lage der Toilette verortet. Hier wies der Monteur auf die Kopffreiheit hin, da die Toilette unter der Deckenschräge steht. Durch einen Vorbau rutscht die Toilette also weiter in den Raum rein und die Kopffreiheit ist dadurch gegeben.

Nun musste ein Kompromiss für die Lage der Badewanne her. Manchmal hilft es, wenn man einfach mal mit Freunden über die Wehwehchen auf der Baustelle spricht und sich eine zweite oder dritte Meinung holt. Sonst wären wir wohl nicht so schnell auf die Idee gekommen, die Badewanne schräg zu stellen. Damit sind Bauherr und Bauherrin glücklich.

Am Abend war auch schon einiges geschafft und installiert.