Auch wenn wir nicht gerade zwei linke Hände haben, werden wir unser Traumhaus von einem Bauunternehmer errichten lassen. Demnach stellt sich uns die Frage, wer die Ehre hat, für uns tätig zu werden.

Über das Internet haben wir uns zahlreiche Kataloge von zig verschiedenen Bauunternehmen zuschicken lassen und diese fleißig studiert. Einen Teil davon konnten wir schnell ausschließen, da diese nicht massiv bauen. Andere wiederum fielen aus der engeren Auswahl, da sie entweder preislich jenseits unseres Budget lagen oder einfach nicht ins Konzept passten.
Ebenso waren wir 2016 auf der Messe „Hamburger Energietage“ und der „Immobilienmesse Hamburg“. Dort kamen wir auch mit verschiedenen Bauunternehmen ins Gespräch. Ein Teil der Unternehmer disqualifizierte sich, da die Antworten auf unsere Anfrage lautete: „Mit dem Budget für Haus und Grund können wir niemals im Hamburger Umland bauen. Soweit draußen bauen wir nicht“ Pech für die. Denen zeigen wir hoffentlich, dass es doch geht.

Somit kamen wir letztendlich zu drei Unternehmen, bei denen wir persönliche Beratungstermine vereinbarten.

Town & Country

Gelockt von den günstigen Basis-Hauspreisen waren wir zu Besuch bei T&C in Mölln. Dort sprachen wir zu erst über unsere Wünsche, Möglichkeiten und allgemeine Themen. Schließlich war es unser erstes Gespräch mit einem Bauunternehmen. Durch das Lesen von zahlreichen Baublogs und Informationen von unserer Freunden Carina und Jonas, wussten wir auch ziemlich genau was wir wollten. Die Häuser in der Basisversion sind bei T&C dann doch eher etwas „nackig“. Dennoch konnten wir gegen Aufpreis unsere Wünsche wie eine zentrale Lüftungsanlage, Rollladen, Klinker, Photovoltaik-Anlage, Luft-Wärme-Pumpe etc. einplanen. Somit waren wir relativ schnell weit weg vom Basispreis, aber noch im Budget. Abschließend hatten wir nun ein Referenzangebot. In den Wochen danach waren wir noch auf einigen Rohbaubesichtigungen, bei denen wir uns von der Qualität der Baumaßnahmen überzeugen konnten.

Viebrockhaus

… haben wir eigentlich ausgeschlossen, da dort der Ruf vorauseilte, teuer und unflexibel zu sein. Zum Glück hat ein befreundetes Ehepaar mit denen gebaut und konnte uns vom Gegenteil überzeugen. Also spontan mal in den Musterhauspark nach Bad Fallingbostel gefahren. Das ist natürlich was ganz anderes, wenn man durch die Häuser und Räume durchgehen kann. Somit weiß man wie zum Beispiel 12qm im Erdgeschoss ohne Schrägen und im Dachgeschoss mit Schrägen wirken. Generell konnte man so ein sehr gutes Raumgefühl bekommen und sich somit auf Grundrissen die Zahlen besser vorstellen.
> Auch hier vereinbarten wir ein persönliches Beratungsgespräch in Lübeck. Fazit: So unflexibel und überteuert ist VB gar nicht. Für den schon hohen Preis hat man jede Menge an Leistungen und Ausstattung inklusive. Vorurteile schon ein mal beseitigt. Viele Sache übernimmt VB direkt selbst und binnen 3-4 Monate steht das Haus mit Farbe an der Wand inklusive Bodenbeläge – sprich einzugsfertig. Der Preis war entsprechend an der Grenze des Budgets, aber im Rahmen. Dabei war auch alles von unseren Wünschen nahezu mit dem Standard abgedeckt und inklusive. Somit hatten wir ein sehr gutes Gefühl und waren entsprechend positiv gestimmt. Auch hier waren wir auf verschiedenen Rohbaubesichtigungen.

Roth Massivhaus

Nachdem wir unverbindlich unser Kontaktdaten auf der Messe bei Roth hinterließen, vereinbarten wir später telefonisch einen Beratungstermin. In diesem Termin kalkulierten wir verschiedene Häuser mit unterschiedlich Größen durch und bastelten uns entsprechend unser Haus zusammen. Nach einem Gang durch die Bemusterungsausstattung waren wir auch hier positiv von den Inklusiv-Leistungen überrascht. Der Preis für das Gesamtpaket war attraktiv und insgesamt hatten wir auch hier ein gutes Gefühl. Im Gegensatz zu Viebrock sind wir jedoch selbst für Wand- und Bodenbeläge zuständig. Das muss entsprechend berücksichtigt werden. Natürlich besuchten wir auch bei Roth die ein oder andere Baustelle um uns von der Ausführung der Arbeiten zu überzeugen.

Nun hatten wir drei Anbieter, über die wir uns dann über weitere Blogs und das Internet informierten. Um es einigermaßen fair vergleichbar zu machen erstellten wir folglich eine Liste, in der wir zahlreiche Punkte aus der Bau- und Leistungsbeschreibung (BLB) gegenüber stellten. Denn nur genau danach wird gebaut. Punkte die nicht inklusive waren haben wir entsprechend mit einem geschätzten Aufpreis versehen und auf den jeweiligen Endpreis aufgeschlagen. Dadurch wurde uns auch bewusst, wie unterschiedlich doch teilweise gebaut wird: Details über den Wandaufbau oder wie das Haus isoliert wird, hatten wir vorher nicht beachtet. Der Teufel steckt dann doch eher im Detail! Zum Beispiel ist für uns eine Dusche ohne Duschabtrennung nicht wirklich nutzbar. Bei Roth aus Echtglas inklusive, bei Viebrock und und T&C bauseits zu erstellen (sprich selber zu besorgen, zahlen und montieren lassen).
So kamen wir bei allen drei Anbietern final auf „einen vergleichbaren“ Preis. Natürlich war dies nur eine laienhafte Berechnung, aber führte uns vor Augen, dass der Gesamtpreis zwischen allen drei Anbietern nur um bis zu 5% Prozent voneinander abwich.

Nach langen abwägen von Vor- und Nachteilen, Bewertung der einzelnen Bestandteile und unseren Prioritäten kamen wir letztendlich zu dem Entschluss, dass wir mit Roth Massivhaus bauen wollen. Hier stimmt für uns das Preis-Leistungs-Verhältnis sehr gut und unser Bau(ch)gefühl bestätigt uns unsere Entscheidung. Somit unterschrieben wir hier einen vorläufigen Bauvertrag mit einer Ausstiegsklausel, falls wir mit einem Bestandteil des Vertrages nicht zufrieden sein sollten.

 

Artikelbild: Rainer Sturm / pixelio.de