Der lang ersehnte Tag der Bemusterung stand endlich vor der Tür. Mit allen erforderlichen Unterlagen (Küchenplanung, Kaminplanung, uvm.) sowie mit der einen Tag zuvor bei der Gemeinde in Wulfsen eingereichten Bauanzeige, ging es am Vormittag zur zuständigen Architektin bei Roth. Der Termin war für drei bis fünf Stunden war angesetzt.

Angefangen mit der Übergabe des Baustellenschlüssels. Auch wenn noch nicht ansatzweise ein Fortschritt auf dem Grundstück zu sehen ist, haben wir immerhin einen Schlüssel für ein noch nicht gebautes Haus. Schon mal ein gutes Gefühl. Wenn man jedoch bedenkt, dass der Verlust mit 1.650€ zu unseren Lasten gehen würde, überlegt man sich noch besser, wo man diesen aufbewahrt 🙂 Ein guter Start in die Bemusterung.

Anschließend folgten die Vorstellung unseres Bauleiters und einige technische Fragen hin zu den schönen Dingen des Hauses. Klinker, Dachziegel, Türen, Türsicherung, Türverglasung, Klinken, Treppe, Fenster, Fenstergriffe, Fenstersicherung, Fensterbänke, Richtung der Aufschläge, WC-Keramik, Waschbecken, Wasserhähne, Duschtassen, Badewanne und als Überraschung die Lage der Lüftungsein- und -auslässe. Wo wir gerade beim Thema Lüftung sind:
Zwischen uns und Roth gab es im Voraus lange Diskussionen bzgl. der Auslässe der Frischluft von der Lüftungsanlage. In Angebotgesprächen wurde uns unsere Anforderungen immer wieder kostenneutral zugesagt. Standardmäßig sind diese im Boden. Wir haben aber immer kommuniziert, diese in der Wand oder der Decke haben zu wollen. Nach langem hin und her wurde uns das auch genehmigt für einen Mehrpreis von knapp 2.000€ (zusätzlich zu den eh schon 5 stelligen Kosten für die Anlage an sich). In einem anderen Haus haben wir zur offenen Baustellenbesichtigung diese dann auch so umgesetzt gesehen – auf einer Höhe von ca. 2 m in der Wand.
Bei uns wurden diese jedoch auf 20 cm über den Boden geplant. Höher wäre nicht mehr möglich, da die Lüftungsanlage die Luft durch mehr Winkel und in weitere Höhe pressen müsste. Dies würde sich nachteilig auf die Effizienz an der Anlage auswirken. Die Umsetzung in dem Haus, welches wir besichtigt haben, wäre so nicht ordnungsgemäß gewesen. Auch die Position gestaltete sich schwierig. Die Auslässe dürfen aus Isolationsgründen nicht in die Außenwände geplant werden. Genauso wenig an Wänden, an denen potentiell ein Schrank, eine Kommode oder ein Bett stehen soll. Ebenso macht die Verortung hinter einer Tür keinen Sinn, da hier die frisch zugefügte Luft direkt wieder über die Tür in den Flur hinaus gezogen wird. Eine Zirkulation wäre so nur wenig bis gar nicht vorhanden. Am Ende haben wir uns dann doch gegen die Wandauslässe entschieden. Der Mehrpreis und die schwierige Positionierung war es uns dann nicht wert. Durch die sich häufenden Nachteile und Mehrkosten sind wir letztendlich auf die Ausgangslage der Lüftungsauslässe in den Boden zurück gelangt. Ähnliches Prinzip wie bei der Küchen- und Kamin-Planung. Das Zauberwort scheint wieder „Planungs-Prozess“ zu lauten.

Da wir bereits im Voraus einige Positionen schon im Angebot berücksichtigten, fielen wir auch beim Nachtragsangebot nicht vom Stuhl. Folgende Punkte haben wir zusätzlich bemustert:

  • satinierte Gläser in der Haustür und dem Festelement
  • Antennendurchgangsziegel
  • Solardurchgangsziegel
  • Treppe komplett mit Osmo-Color Hartwachs behandelt in Farbton: Osmo Ebenholz
  • zweite Wasseruhr
  • zweiter Außenwasserhahn
  • Leerrohr in die Garage

Bereits berücksichtigt hatten wir:

  • Doppeltür zum Wohn-Ess-Bereich mit Verglasung
  • Nebeneingangstür (Feuerschutz – T30)
  • schönere Türen im Obergeschoss
  • Zargenhinterlüftung in den Schlafräumen
  • Mehrspartenhauseinführung
  • Kräuterfenster in der Küche
  • Klinker-Mehrpreis
  • Deckendurchbrüche

Nach dem sechs Stündigen Termin waren wir mehr als erledigt und trotzdem froh, dass wir uns bei so vielen Dingen auf anhieb einig waren. Einfach ein Beweis mehr, dass wir ein richtig gutes Team sind (vor allem eines, mit einem sehr gutem Geschmack 😉 ).