Wir bleiben fleißig wie die Bienchen. Vor allem, da in der nächsten Woche der Termin für die Bemusterung stattfinden soll. Für diesen Termin sind einige Unterlagen zu liefern. Unter anderem sollen wir angeben, in welcher Höhe das Rohr vom Ofen in den Schornstein gebohrt werden soll. Deswegen haben wir den Freitagnachmittag, wie auch den kompletten Samstag in insgesamt sechs verschiedenen Kamin-Ofen Geschäften verbracht.

Angefangen haben wir bei Hark. Hier wurden wir von einem freundlichen Verkäufer ziemlich am Anfang des Gespräches darauf hingewiesen, dass unser Budget mit ca. 3000€ für einen Hark-Kamin der aktuellen Generation nicht ausreicht. Trotz der super Technik, welche eine Holzeinsparung von 40% erbringt, konnten wir uns nicht überwinden über unser Limit zu gehen. Wir haben uns gesagt, dass wenn man ein mal ’schwach‘ wird und über die Budget-Grenze geht, bei dem Thema öfters nach gibt. Und da wir womöglich noch viele andere Sachen hart am Limit verhandeln müssen, wollen wir gerade am Anfang hart bleiben.

Als nächstes waren wir beim Ofenfuchs. In einer ungewöhnlichen Lage (Garage eines Einfamilienhauses) haben sich anscheinend zwei Schwestern ihr kleines Ofen-Imperium aufgebaut. Nach einer guten Beratung anhand der vorhandenen Ausstellungsmodellen haben wir uns am Laptop auf einen ovalen Ofen mit weißen Kacheln an den Seiten entschieden, für den uns die Dame ein Angebot per Mail geschickt hat. Wir waren hier preislich im Rahmen. Ebenso war der Aufpreis für einen Druckwächter bezahlbar. Nur von der Optik war die Bauherrin noch nicht so ganz überzeugt.

Im Anschluss ging es dann zur Vereinigten Ofen- und Kaminwerkstätten Hamburg AG. Hier fielen uns erst mal die Augen aus dem Kopf. So viele und so schöne Öfen haben wir noch nicht auf einem Haufen gesehen. Vom ’normalen‘ frei stehenden Ofen, bis hin zu von der Decke hängenden ‚Untertasse‘ war alles dabei. Leider konnte uns die freundliche Dame nicht mal eines der zwei Lagerstücke, die im Angebot waren, schmackhaft machen. Auch hier waren wir einfach in einer völlig falschen Preiskategorie unterwegs. Schön, aber schön schade, muss man sagen.

Danach sind wir noch mal zu Feuer und Flamme gefahren (Hier waren wir bereits zum Anfang der Woche). In der Hoffnung, dass wir uns noch mal über einen Grundstil an Ofen einig werden, sind wir zum zweiten mal in dieses Geschäft gelangt. Die Bauherrin hatte sich schon ziemlich in den Cian mit der langen Glasfront verguckt. Einfach, schlicht und elegant. Da dieser dem Bauherren allerdings gar nicht zu sagte, musste ein Kompromiss her. Dieser kam dann in einem etwa gleich großen, aber an den Seiten mit Kacheln bestücktes Exemplar daher (Yuna). Zusätzlich hatte dieses Modell ein Teefach. Da dieser Ofen auch im Budget liegt, waren wir mit einem weiteren Angebot in der Tasche schon mal sehr zu frieden. Zusammen mit einem Unterdruckwächter wäre ein geeigneter Kandidat gefunden.

Zu guter Letzt haben wir den etwas längeren Weg bis nach Wentorf bei Hamburg auf uns genommen und waren als letztes noch bei Cerebrus Kaminhaus GmbH. Hier wurden die Ofen-Karten einmal komplett neu gemischt. Uns wurde erklärt, dass mit der richtigen Brenntechnik auch ein Ofen mit drei Glasscheiben sauber zu brennen sei. Zu dem Thema wurde uns zuvor erklärt, dass die Öfen mit drei Scheiben schwer zu reinigen und durch die vielen Glasflächen ziemlich unkontrollierbar, was die Wärmeregulierung angeht, seien. Interessant war, dass uns jetzt das Gegenteil erläuter wurde. Sehr verwirrend für jemanden, der sich für einen Ofen entscheiden soll. Hatten wir uns einmal im Kreis gedreht? Die Möglichkeit von den Seiten das Feuer sehen zu können war mit eines der Kriterien, welches uns von Anfang an gefiel. Anstelle des Ofens mit den drei Fenstern wurde unser Interesse doch recht schnell auf ein anderes Modell gezogen. Der Spartherm Passo XS hat eine fantastische 160° Scheibe, durch welche man später das Feuer vom Sofa und aus der Küche sehen könnte. Das gefiel uns beiden tatsächlich so gut, dass selbst die fehlenden Kacheln ein Kompromiss darstellten. Die lackierte Oberfläche und der hohe Brennraum passen einfach zu gut zueinander. Nach vielen Runden durch die Ausstellung sind wir letztendlich beim Passo XS hängen geblieben.

Somit haben wir nach langen Suchen endlich einen Favoriten. Mit dem passenden Rohranschluss können wir nun bei der Bemusterung die Höhe für den Anschluss an den Schornstein angeben.

 

Artikelbild: dieter / pixelio.de